Der letzte Eindruck zählt

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Wie heißt es so schön: Der erste Eindruck zählt. Was allerdings dann oft nicht beachtet wird, ist, dass der letzte Eindruck genauso, wenn nicht sogar wichtiger ist. Denn dies bestimmt, was von dir in Erinnerung bleibt.

Ersteindruck als Türöffner
Der erste Eindruck soll hier nicht seine Bedeutung verlieren. Sobald dieser nicht gelungen ist, wird es generell im Verlauf des Gespräches oder einer Präsentation schwer, diesen Ersteindruck wieder auszubügeln. Vor allem ist er wichtig, um den weiteren Verlauf zu ebnen.

Des Weiteren ist aus der Wissenschaft bekannt, dass Sachen oftmals eher mit der ersten Information assoziiert werden, die aufgenommen wird als mit den nachfolgenden. Wird beispielsweise eine Person beschrieben und die erste Eigenschaft, die genannt wird, ist „Hilfsbereit“, bleibt diese Information hängen. Ist jedoch die erste Eigenschaft „Langsam“, bleibt diese eher im Gedächtnis. Auch wenn anschließend die gleichen Informationen erbracht werden, kommt lediglich durch die Reihenfolge eine Beschreibung der Person zustande. Dieser Effekt ist der „Primäreffekt“, und dieser erreicht, dass erste Informationen einfacher in das Langzeitgedächtnis aufgenommen werden, wenn zu einer bestimmten Person oder einem Sachverhalt noch keine Informationen vorhanden sind.

Der letzte Eindruck macht´s
Wie bereits erwähnt ist der erste Eindruck auch ein wichtiger Teil eines Gespräches oder einer Präsentation, da dieser den Weg ebnet. Jedoch kann ein schlechter letzter Eindruck einen bis dahin guten Verlauf ruinieren. Durch beispielsweise eine flapsige Bemerkung kann der ganze vorherige Teil in Frage gestellt werden. Oder was würdest du nach einem Kundengespräch denken, wenn am Ende „dann haben wir das ja nun endlich auch hinter uns“ geäußert wird?

Im Gegensatz zu dem ersten Eindruck, der wie oben erwähnt, im Langzeitgedächtnis gespeichert wird, bleibt der letzte Eindruck im Kurzzeitgedächtnis hängen. Dieser Effekt heißt „Rezenzeffekt“.

Belege durch Experimente
In einem Versuch bekamen Probanden eine Mahlzeit und wurden in zwei Gruppen aufgeteilt. Die eine Gruppe bekam vor der Mahlzeit Saft zu trinken, die zweite Gruppe vor und nach der Mahlzeit. Beide Gruppen bekamen gleich viel zu trinken, nur eben einmal vor dem Essen und einmal aufgeteilt auf vor und nach dem Essen. Es hat sich herausgestellt, dass die Gruppe, die nach dem Essen noch Saft bekamen, diesen Saft besser bewertet hat, als die Gruppe, die nur am Anfang Saft bekam. Daran lässt sich zeigen, dass auch hier im Prinzip der letzte Eindruck präsenter war und beeinflusst hat, wie etwas in Erinnerung bleibt.

Fazit
Zusammenfassend lässt ich also sagen, dass der letzte Eindruck sehr ausschlaggebend ist und vieles kaputt machen kann, was vorher mühselig aufgebaut wurde. Es ist also wichtig, auf den letzten Metern nicht schlapp zu machen und erst die Sache als beendet zu sehen, wenn sie auch wirklich beendet ist.

Quelle:
karrierebibel.de