Trendmarken made in Germany

30.11.2018 Trends

Deutschland als Trendsetter? Mal ehrlich, bei Stichworten wie „Neuheit“ oder „Innovation“ denken wir doch eher an namhafte Labels aus den USA oder China. Tatsächlich gibt es aber auch aus deutscher Hand zahlreiche Marken verschiedener Branchen, die neue Wege eingeschlagen und ihren Markt stark beeinflusst haben. Bis heute werden Marketer unter anderem inspiriert von …

Alnatura
In den 80er-Jahren hatte Götz Rehn die Vision, Bio-Produkte außerhalb von kleinen Ökoläden anzubieten. 1984 öffnete der erste Alnatura-Markt in Mannheim. Da es zunächst deutschlandweit keinen passenden Lieferanten gab, wurde Rehn kurzerhand selbst Lebensmittelproduzent. Dass heutzutage sogar im Discounthandel Bio-Produkte angeboten werden, ist auf die Vorarbeit des Alnatura-Gründers zurückzuführen.

Astra
Die Bavaria-Brauerei aus Hamburg setzte sich Ende der 90er gegen das Brauereisterben durch und entwickelte die Biermarke Astra. Mithilfe der Agentur Philipp & Keuntje startete „Was dagegen?“, die erste Kampagne, in der Biertrinker nicht jung und sexy, sondern authentisch dargestellt wurden. Polarisierende, provokante Werbung und der Relaunch des Logos zeichnen Astra auch weiterhin als echtes Kultbier aus.

Babbel.com
Ja, auch die weltweit am stärksten verbreitete Sprachlern-App kommt aus Deutschland. Das Start-up aus Berlin – welches mittlerweile Online-Kurse für 14 Sprachen anbietet – verteidigt seinen Status erfolgreich durch eine langfristige Markenkampagne von Wieden+Kennedy. Der Wert von Sprache wird durch immer wieder neue Geschichten vermittelt. Kein Wunder also, dass Babbel als Vorbild für andere deutsche Start-ups gilt.

Flixbus
Die Schnelligkeit, mit der sich der Bus in Deutschland als kostengünstiges Fernreisemittel durchsetzen konnte, ist beeindruckend und in großen Teilen auf das Management-Geschick der Flixbus-Gründer zurückzuführen. Flixbus hat keine eigenen Fahrzeuge, sondern kooperiert mit Sub-Unternehmen, die Reisebusse betreiben. Die Zentrale konzentriert sich somit ausschließlich auf das Streckennetz und sorgt dafür, dass Flixbus europaweit erfolgreich ist. Bald soll es auch auf die Schienen gehen – Flixtrain hat den ersten Härtetest bestanden und sucht nach weiteren Verbindungen.

Jodel
Bei der Entstehung von sozialen Netzwerken haben deutsche Unternehmen es versäumt, rechtzeitig auf den Zug aufzuspringen. Zur Kommunikation mit Kunden nutzen sie vorrangig Plattformen aus den USA. Einzige Ausnahme ist da die Jodel-App. Besonders beliebt bei Studenten hat sie sich mittlerweile zum europaweitem Phänomen entwickelt – und das alles komplett werbefrei.

True Fruits
Auch das True-Fruits-Team hatte wie viele andere Start-ups zu Beginn kein Geld. Da Werbeflächen teuer sind, landete die Werbung kurzweg auf den eigenen Flaschen. Was als günstige Maßnahme begonnen wurde, entwickelte sich schnell zum echten Mehrwert. True Fruits punktet bei seinen Käufern nicht nur durch hochwertige Säfte, sondern auch durch humorvolle und oft provokante Botschaften auf den Flaschen.

Zalando
„Schrei vor Glück“ – mit dieser Markenkampagne machte Zalando auf sich aufmerksam und somit den Online-Einkauf von Schuhen und später auch Bekleidung populär. Ursprünglich ruhte der Erfolg auf der bedingungslosen Retouremöglichkeit. Heute macht das Berliner Unternehmen Schlagzeilen durch Kooperationen mit Modeikonen wie Cara Delevigne, Live-Events und intelligentem daten- und contentgetriebenem Marketing.

 

Quelle:
horizont.net