Erfolgreich auf dem verdeckten Stellenmarkt

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Die Arbeitssuche kann schon eine ganz schöne Herausforderung werden. Entweder findet man keine passende Stelle oder man bekommt, trotz gefühlten 100 Bewerbungen, eine Absage nach der anderen. Dabei wird nur ein kleiner Teil der auf dem Arbeitsmarkt beworbenen Stellen veröffentlicht. Laut Untersuchungen des Instituts für Arbeitsmarktforschung werden nur 35 Prozent der freien Stellen bekannt gegeben. Die restlichen 65 Prozent werden auf dem verdeckten Stellenmarkt durch Beziehung oder Empfehlungen gehandelt. Wir zeigen euch, wie man durch die richtige Strategie auch an diese Stellen herankommt.

Was ist eigentlich der verdeckte Stellenmarkt?
Neben Stellen, nach denen öffentlich gesucht wird, gibt es durchaus Positionen, auf die man sich gar nicht bewerben kann. Unverständlich? Nicht ganz. Es handelt sich schlicht und einfach um Stellen, die nicht öffentlich in einer Stellenbörse ausgeschrieben werden.
Der Grund dafür liegt hauptsächlich in den Kosten. Für Unternehmen ist es günstiger keine Anzeigen zu schalten, außerdem fällt die Arbeit weg, sich durch Berge von Bewerbungen lesen zu müssen. Neben diesen zwei Faktoren ist das Risiko einer Fehlbesetzung geringer und die Erfolgsquote aus Sicht der Unternehmen deutlich höher. Rund 70 Prozent aller Führungspositionen in Deutschland werden über Beziehungen besetzt.

Die richtige Strategie
Natürlich braucht so eine Bewerbung auch die richtige Strategie!
Um den verdeckten Stellenmarkt für sich nutzen zu können, sollte man zunächst die Branchen und Positionen eingrenzen, die infrage kommen. Eine Liste eignet sich am besten um sich einen Überblick zu verschaffen: Zuerst kommen die Arbeitgeber mit den passenden Stellenanzeigen auf die Liste. Dann kommen die Unternehmen ohne konkrete Ausschreibungen und zum Schluss die Firmen, bei denen man wenig Chancen für sich sieht, die aber trotzdem zu den Wunscharbeitgebern zählen. Anhand dieser Liste besteht die Möglichkeit sich gezielt zu bewerben.
Zum Beispiel durch eine Blindbewerbung. Ohne zuvor Kontakt mit dem potenziellen Arbeitgeber gehabt zu haben, eignet sich für den Anfang eine Kurzbewerbung mit einem tabellarischen Lebenslauf, um auf sich aufmerksam zu machen. Besteht Interesse aus Sicht der Firma, werden weitere Informationen angefragt. Ein weiterer Weg ist die Initiativbewerbung. Diese hat den Vorteil, dass man zumindest schon mal den Ansprechpartner über das Internet oder über ein persönliches Gespräch kennt. Neben diesen beiden Bewerbungen besteht die Möglichkeit eines Zielgruppenbriefs. Dieser ist besonders für Bewerber geeignet, die ihren Tätigkeitsbereich wechseln wollen. Bei dieser Bewerbungsstrategie, bietest du dein Wissen und deine persönlichen Stärken spezifisch ausgewählten Zielgruppen an. Von denen weißt du, dass dein Knowhow dort gebraucht wird. Darüber hinaus sollte man gezieltes Networking nicht aus den Augen verlieren. Passive Strategien wie Social Media, Bewerberdatenbanken oder ein Fachblog, können ihre Präsenz im Stellenmarkt steigern.

Nachhaken nicht vergessen!
Wie bei allen öffentlichen Jobausschreibungen kann es auf dem verdeckten Stellenmarkt vorkommen, dass keine Antwort auf die verschickte Bewerbung erfolgt. Nicht aufgeben und nachhaken ist das Motto! Dabei sollte man jedoch nicht fordernd oder verzweifelt wirken. Eine freundliche Nachfrage verdeutlicht ernsthaftes Interesse, zeugt von Engagement und man bleibt positiv in Erinnerung.

Fazit
Durch die Möglichkeit sich auf Stellen zu bewerben, die nicht öffentlich ausgeschrieben werden, vergrößert sich die Chance einen Arbeitsplatz zu finden, den man auch wirklich möchte. Außerdem ist die Konkurrenz geringer. Selbstverständlich ist man gezwungen sich bei dieser Art der Stellensuche besser zu organisieren und vorzubereiten. Wer sich aber ernsthaft für eine Stelle interessiert, kann auch eine positive Resonanz erzielen.

Quelle:
Karrierebibel.de