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Grenzen im Job setzen – ist es wirklich so einfach?

Jeder kennt diese Situation: Der Feierabend ist zum Greifen nah, doch dann: Das Telefon klingelt, letzte und natürlich wichtige Emails trudeln im Postfach ein und die Kollegen*innen haben noch dieses eine letzte Anliegen, das sich wie Kaugummi zieht. Tagtäglich erleben viele Berufstätige in ihrem Job genau diese Situation. Was du tun kannst, um in Zukunft stressfreier und auf der sicheren Seite zu sein und warum es wichtig ist, auch mal „Nein“ zu sagen, erfährst du im folgenden Artikel.

Gründe für die „Ja-Sager-Mentalität“
Doch warum fällt das Setzen von Grenzen im Job eigentlich so schwer? An erster Stelle steht oft die Angst, etwas Negatives zu sagen. Eine Ablehnung bedeutet zeitgleich für viele eine Art Abschwächung oder Ignoranz des Wunsches der Vorgesetzten und/oder Kollegen*innen. Die Gesprächsebene droht sich zu verschieben, das Gefühl der Ablehnung und Kränkung kann sich ebenfalls schnell breit machen. Die Angst vor drohenden Konflikten oder gar Ausgrenzung und Jobverlust sind die treibenden Kräfte bei diesem Thema. Wer beispielsweise in einem größeren Unternehmen tätig ist, läuft Gefahr, den Anschluss zu verlieren und nicht mehr benötigt oder gefragt zu werden, wenn es um geschäftliche Belange geht. So die (oft falsche) Denkweise.

Warum Grenzen im Job so wichtig sind
Um von diesem trügerischen Gefühl abzukommen, gilt es in erster Linie darum, dass ein „Nein“ keineswegs nur negativ gemeint sein muss, sondern auch für das eigene Selbstwertgefühl eine enorme Bedeutung hat. Karriereberaterin und –coachin Petra Barsch beispielsweise trennt eigene Grenzen daher ausdrücklich von dem Begriff „Egoismus“. Die goldene Regel des „Neinsagens“ bestehe darin, den richtigen Mix aus eigener Fürsorge und notwendiger Arbeit zu finden. Ziel muss sein, dass Grenzen klar definiert werden und somit Stress oder Ängste gar nicht erst auftauchen – Stichwort mentale Gesundheit. Denn wenn man sich besser fühlt, dann arbeitet man auch besser und effizienter.

Die richtige Herangehensweise ist wichtig
Eine (gegebenenfalls ausführliche) Erklärung, warum die jeweilige Aufgabe, die einem übertragen wird, aus welchen Gründen auch immer, im Moment nicht machbar ist, ist oft der Schlüssel zum Erfolg. Denn die richtige Kommunikation in einer sachlichen und ruhigen Art und Atmosphäre trägt dazu bei, dass einem selbst mehr Freiheiten in seinem Entscheidungsspielraum gegeben werden und man zusätzlich zu den Aufgaben, die sowieso anfallen, seine eigene Kapazität erkennt und kommuniziert. Und zwar klar, verständlich und auf der richtigen Ebene.
Ein Beispiel: Wenn zusätzliche Arbeit zugeteilt wird und man nicht direkt ablehnen will, ist eine Priorisierung sinnvoll. Mit der Frage, welche Aufgaben weggelassen oder später erledigt werden sollen, wird der Ball quasi wieder zurück an den Fragesteller gespielt, ohne unhöflich zu wirken. Das gleiche gilt, wenn das Gefühl der Überforderung einsetzt. Kollegen*innen freundlich um Entlastung zu bitten, funktioniert besonders dann gut, wenn man sich nicht direkt aus der Verantwortung zieht oder direkt abblockt. Verständnis für das Anliegen zu zeigen und einen eigenen Vorschlag zu entwickeln, kann die einfache Lösung des Problems sein – ohne Stress.

Der Weg ist das Ziel. Was leicht klingt, wird auch in der Zukunft eine wichtige Rolle spielen. Schließlich wird es auch im Job immer wichtiger, sich selbst gut zu verkaufen und selbstbewusst aufzutreten. Gelingt dies auch im Umgang mit den eigenen Kollegen*innen und Vorgesetzten – natürlich nicht ausschließlich auf persönlicher Ebene – ist schon ein großer Schritt getan. Ohne Schuldgefühle „Nein“ sagen zu können, ist eine hohe Kunst, die es mit der Zeit zu lernen gilt.

 

Quelle:
ze.tt

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Trends

Die neue Art zu shoppen

Bisher wurden Social-Media-Kanäle eher für Unterhaltung genutzt, aber sie werden immer mehr zu Online-Shopping-Plattformen. Der große Vorteil: sie haben 24/7 geöffnet. Jetzt gibt es einen neuen Trend im Social Commerce-Bereich: Shoppable Videos. Schon jetzt gibt es sehr viel Shoppable Content auf Sozialen Netzwerken, wie Instagram, Snapchat oder Pinterest. Nun weitet sich der Trend auch auf Videos aus.

Kauffunktionen auf Social-Media haben großes Potenzial. Schon jetzt klicken monatlich 130 Millionen Nutzer*innen einen Beitrag auf Instagram an, um sich über die beworbenen Produkte zu informieren. Kaufinteressenten haben die Möglichkeit, durch die Shoppable-Features mit nur einem Klick einzukaufen, ohne die Plattform zu verlassen.
Instagram und WeChat bieten bereits Shoppable Video Ads an. Der große Vorteil dieses Formats: es ist messbar. Fehlende Messbarkeit ist bisher ein Problem im Influencer-Marketing. Mit dem neuen Format lässt sich jedoch der Gewinn eins zu eins den Ausgaben für die Kampagne gegenüberstellen. Außerdem kann man jedem Influencer die einzelnen Verkäufe zuordnen.

Influencer-Marketing
Die Shoppable Videos bieten auch für Influencer*innen Vorteile. Die Verbindung aus Content und Commerce sorgt dafür, dass Influencer*innen Produkte und ihre redaktionellen Inhalte separat voneinander verkaufen können und haben so wieder mehr kreativen Freiraum für Storytelling. Statt direkt ein Produkt vorzustellen, können sie einfach von ihren eigenen Erlebnissen erzählen und das Produkt wird am Rand eingeblendet. Das erhöht die Authentizität der Influencer*innen und er läuft nicht mehr die Gefahr, in die Grauzone von Produktplatzierung und Werbung zu geraten. Dadurch erhöht sich auch die Qualität des Influencers/der Influencerin.

Auch Google will mitmischen
Shoploop heißt die neue Video-Shopping-Plattform und stammt aus dem Hause Google. Auf der E-Commerce-Plattform können Influencer*innen Produkte in 90-sekündigen Videos vorstellen. Nutzer*innen haben so die Möglichkeit, von der Inspiration, über Tutorials und Bewertungen bis hin zum Kauf alles in einer App zu machen. Außerdem können sie auch Accounts folgen und Inhalte, die ihnen gefallen mit ihren Freunden*innen teilen. Aktuell ist die App jedoch noch nicht in Deutschland verfügbar.

 

Quellen:
Horizont.de
W&V.de

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News

Polarisierende Kampagnen

Polarisierend. Was ist das überhaupt? Wir verstehen darunter gemischte Gefühle und jede Menge Aufmerksamkeit. Aber was macht Kampagnen „polarisierend“?

Zum einen eindeutige Zweideutigkeit, dazu eine Kontroverse, die sowieso schon gemischte Meinungen hervorruft, gepaart mit einer Kampagne, die einfach noch mehr Salz in die Wunde streut. Satire nennt es der eine, pervers der andere. Im Grunde wird das aktuelle Gesprächsthema befeuert, vielleicht sogar überspitzt, um wirklich Aufmerksamkeit zu bekommen. Anschließend folgt eine ungewisse Rutschpartie. Man lässt die Masse entscheiden. Ob sie die Kampagne nun gut oder schlecht finden, die Aufmerksamkeit ist gewiss. Wie sagt man so schön? „Auch schlechte Publicity ist (gute) Publicity“. Zumindest bleibt man im Kopf. Letztes Jahr waren es z. B. Katjes und True Fruits.

True Fruits als polarisierendes Beispiel
Sie sind extrem, laut und immer ein Stückchen drüber. In Zweideutigkeit und Aktualität sind sie Meister ihres Faches. Die Rede ist von der Marketingstrategie von True Fruits. Die Texter ecken immer wieder an. Hier wird deutlich, wie schnell eine Smoothie-Marke Aufsehen erregen kann. Das Unternehmen nutzte beispielsweise eine schwarze Flasche ihrer Produktpalette dazu, sich zu rassistischen Anspielungen hinreißen zu lassen. Die Betitelung als „schwarzes Schaf“ oder „Quotenschwarzen“ sorgte ordentlich für Empörung und Diskussionen in der Werbewelt.
Auch mit sexistischen Sprüchen wie „Bei Samenstau schütteln“ oder „Besamt und befruchtet“, wandelt True Fruits auf einem schmalen Grad. Für die einen eine gelungene und lustig-provokante Werbeidee, für die anderen absolut geschmacklos. True Fruits selbst steht zu 100 % hinter ihrer Strategie – und damit auch gegen die Meinung ihrer Kritiker*innen.

Katjes und die Darstellung der Massentierhaltung
Da hat die Marketingabteilung von Katjes genau ins Schwarze getroffen. Massentierhaltung ist uns allen ein Begriff und doch wird in den Medien ein anderes Bild suggeriert. Oder habt ihr schon einmal eine Werbung für Milchprodukte gesehen, in der Stall- oder gar Massentierhaltung gezeigt wird?  Die Wahrheit ist, dass keiner mehr Milchprodukte kaufen würde. Das Werbevideo von Katjes wirkt zwar durch die animierte Darstellung der Kühe bedrückend, aber an wirkliche Massentierhaltung kommt es lange nicht heran.
Wen wundert es, dass sich die Milchbauern und -Bäuerinnen angegriffen fühlen? Die Werbefilme von Milchprodukten zeigen weite Weiden, grüne Wiesen und lila Kühe. Eine derart kindergerechte Darstellung der Massentierhaltung ist verkaufsschädigend. Dennoch lässt sich Katjes nicht einschüchtern. Es wird sogar von einem „Lovestorm“ in den sozialen Medien gesprochen. Mal eine Gegendarstellung zu sehen und diese sogar Kindern zeigen zu können, ist doch wundervoll!

The Female Company will die Menstruation enttabuisieren
Das Thema „Periode“ steht leider noch immer in der Tabuecke und ist für viele Frauen ein unangenehmes Thema, dabei ist es etwas ganz Natürliches. Der Bio-Tampon-Hersteller geht mit seinen Kampagnen gegen diese falsche Scham vor und versucht zudem auch noch politisch etwas zu ändern. Mithilfe des Tampon-Buchs machen sie auf die ungerechte Besteuerung von Damenhygieneprodukten mit 19 Prozent aufmerksam. Die Kampagne #Lippenbekenntnis sorgte mit ihrer Doppeldeutigkeit ebenfalls für viel Aufmerksamkeit. Zu sehen ist ein senkrechter Frauenmund der stark an eine Vagina erinnert. Dazu Slogans wie „Meine Produkteinführung des Monats“, die deutlich machen: hier geht es um Tampons. Facebook jedoch sperrt Anzeigen, die die weiblichen Körperteile betreffen. So war es zuerst auch bei dieser Kampagne. Die Menstruation in der Werbung zu thematisieren ist sicher nicht einfach und wird vermutlich noch oft anecken. Aber Frauen zu zeigen, dass sie sich nicht für ihre Periode schämen müssen, ist ein wichtiges Zeichen und mit außergewöhnlichen Kampagnen wird genau darüber gesprochen.

Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass oft ein kleiner Aspekt in einer Werbung ausreichen kann, um Beachtung zu finden. Es entsteht eine Spaltung zwischen den Betrachter*innen – genial oder genial daneben, aber auf jeden Fall sprechen die Menschen darüber. Der Geschmack der Betrachter*innen erscheint wichtiger denn je. Bleibt abzuwarten, welche Kampagne als nächstes für Aufsehen sorgt.

 

Quellen:
Tagesspiegel.de
Utopia.de
W&V.de
Horizont.net
Thefemalecompany.com

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Trends

Ist Triller das neue TikTok?

TikTok.
Das kennt doch mittlerweile fast jeder. Die vielen Tanzvideos, Lip-Sync.-Videos, Comedy- und lustige oder süße Tiervideos… an denen kommt heutzutage fast niemand mehr vorbei. Jetzt tritt aber neue Konkurrenz ins Scheinwerferlicht.


Auch viele berühmte Persönlichkeiten treiben auf der weltweiten Plattform ihr Unwesen, was wahrscheinlich auch den Bekanntheitsgrad dieser App verantwortet. Doch nun steht TikTok unter dunklem Licht, denn Trump droht immer wieder damit, die App in den USA zu verbieten, da er dem Datenschutz des chinesischen Herstellers nicht traut.
Nun suchen die sogenannten „TikToker*innen“ eine ähnliche, wenn nicht gleiche Alternative, um ihren aufgebauten Ruhm nicht zu verlieren. Und diese haben sie auch schon gefunden.

Der neue Star: Triller
Die neue App ist gar nicht so neu: Triller wurde schon 2015 im sonnigen Los Angeles gegründet.
Es ist TikTok sehr ähnlich, sowohl vom Design als auch von der Verwendung, da gibt es kaum einen Unterschied. Doch durch ein besonderes Feature hebt sich Triller ab: es ist super einfach Musikvideos und Clips zusammenzuschneiden, denn durch eine spezielle und sogar patentierte Technologie schneidet die App einzelne Clips von allein zusammen und nimmt den Nutzer*innen viel Arbeit ab, anders als sein Konkurrent. Aber TikTok versucht langsam diese Funktion zu übernehmen, weshalb ein Rechtsstreit zwischen den beiden Herstellern herrscht. Durch die Negativ-Schlagzeilen, die TikTok momentan bekommt, scheint Triller die ganze positive Aufmerksamkeit abzubekommen, denn in den App-Stores ist die Anwendung auf Platz 1 geschossen. Auch in Indien ist die App seit dem TikTok-Verbot die beliebteste Alternative.
Viele Stars und TikTok-Berühmtheiten sind mittlerweile auch schon zu Triller gewechselt und werben dafür, wie z. B. der brasilianischen Fußballer Neymar, The Weeknd, Marshmallo oder Snoop Dogg, um ein paar bekannte Namen zu nennen. Da Triller größtenteils eher musikalisch aufgebaut ist, finden sich gerade immer mehr Musiker*innen aus aller Welt auf der Plattform wieder.

Aktuell wurde das Verbot in den USA zwar abgelehnt, doch man weiß ja nie, was die Zukunft und der neu gewählte US-Präsident Biden noch mit sich bringen.
Und eine gute Alternative zu haben ist ja auch nicht so schlecht.

 

Quellen:
Dasding.de
Gofeminin.de

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Tipps

Let´s talk about cash, baby

Ein Thema über das oft mehr geschwiegen als gesprochen wird: das liebe Geld. Deshalb wollen wir zwei Aspekte mal genauer unter die Lupe nehmen. Was genau waren nochmal vermögenswirksame Leistungen? Und was kann man machen, wenn es in der Ausbildung auf dem Konto leer aussieht?

Wie VL Azubis weiterhelfen kann
Über die Hälfte der Azubis lassen monatlich die Gelegenheit verstreichen, zusätzlich zu ihrer normalen Ausbildungsvergütung, Geld vom Arbeitgeber zu bekommen. Kurz gesagt, weil sie oft nicht genug über vermögenswirksame Leistungen (VL) wissen. Bei der VL kann der Arbeitgeber einen gewissen Anteil (max. 40 €, mind. 6 €) zum Bruttolohn freiwillig dazu geben. Dieser wird aber nicht ausgezahlt, sondern direkt angelegt. Dafür schließt du einen Sparvertrag mit der Bank deines Vertrauens ab. Meist wird über sechs Jahre angespart, im siebten Jahr ruht das Geld. Je nach Vertragsart kannst du danach über das Angesparte frei verfügen, oder es erfolgt eine Auszahlung. Hier gibt es unterschiedliche Varianten, über die du dich im Vorfeld informieren solltest, wie einen Bausparvertrag oder Fondsparen mit Aktien und Wertpapieren. Hier gilt: rechtzeitig in der Personalabteilung nachfragen und einen Anspruch prüfen.

BAB?!
Ja, richtig gehört. Auch die Berufsausbildungsbeihilfe ist eine Möglichkeit für Azubis, den Geldbeutel etwas aufzubessern. Falls die Ausbildungsvergütung so niedrig ist, dass du dadurch nicht deinen eigenen Lebensunterhalt finanzieren kannst und somit nur eine geringe Grundversorgung gegeben ist, besteht die Möglichkeit, BAB zu beantragen.
Voraussetzungen dafür sind beispielsweise, dass dein Ausbildungsberuf offiziell anerkannt ist. Schulische Ausbildungen werden nicht unterstützt. Auch deine Wohnsituation ist hierfür entscheidend. Ziehst du für deine Ausbildung extra von zu Hause um, ist das ebenfalls ein Kriterium für den Anspruch für BAB. Denn der Weg zur Arbeit wäre von deinem Elternhaus zu lang. Zusätzlich musst du für die Kosten einer eigenen Wohnung aufkommen, wenn du umziehst. Der Höchstbetrag für BAB liegt bei rund 723 Euro je Monat (Stand August 2020). Du musst es nicht zurückzahlen und dein Ausbildungsgehalt wird natürlich von diesem Betrag abgezogen, sodass du die Differenz ausgezahlt bekommst. Bedenke, dass sich das BAB je nach Ausbildungsjahr neu berechnet.

Nebenjob in Ausbildung
Eine weitere Option kann auch die Ausübung eines Nebenjobs zusätzlich zu deiner eigentlichen Ausbildung sein. Typische Jobs sind z. B. in der Gastronomie oder im Einzelhandel. Besitzt du eine Trainerlizenz, darfst du Sportgruppen trainieren. Oder du kannst Schülernachhilfe geben. Solltest du die Zeit neben deiner Ausbildung dafür haben, kann das eine attraktive Zusatzbeschäftigung sein, die dir neue Berufserfahrungen geben kann. Sollte dies aber zu Stress führen, oder du merkst, dass du nicht mehr beides unter einen Hut bekommst, solltest du dir noch einmal Gedanken über deine Entscheidung machen.
Wichtig ist, dass der Nebenjob weniger Geld als dein Hauptberuf einbringt. Meist sind dies Jobs bis zu 450 Euro im Monat. Bedenke, dass du als Volljährige*r maximal 48 Stunden pro Woche arbeiten darfst. Ebenso entscheidend ist, dass der Nebenjob unbedingt bei deinem Chef bzw. deiner Chefin angemeldet ist. Sag also unbedingt Bescheid! Bei Einhaltung aller gesetzlichen Rahmenbedingungen steht einem Zuschuss für dein Konto also nichts mehr im Weg.

 

Quellen:
Sparkasse.de
Ausbildungsstellen.de
Azubi.de

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News

Mit TikTok und Storytelling Generation Z erreichen

Jung, wild und laut. Das ist TikTok. Besonders beliebt bei der Generation Z, die auf anderen Sozialen Kanälen eher schwerer zu erreichen ist. Für Marken ist die Kurzvideo-App deswegen die große Chance. Einige große Unternehmen haben dort bereits erfolgreiche Kampagnen geschaltet. Wir wollen dir heute zeigen, worauf es bei TikTok ankommt.

#freudichhart
Unter diesem Hashtag rief der Online-Händler Otto die User*innen zur Challenge auf. Für die Challenge wurde ein eigener Video-Filter entwickelt, der wie ein Spielautomat funktioniert. Der Spielautomat zeigte einem die Namen ungewöhnlicher Produkte, die es bei Otto zu kaufen gibt, an. Die Nutzer*innen filmten sich dabei, zeigten ihre individuelle Reaktionen und luden das Video unter dem Hashtag #freudichhart hoch. Die Aktion erzielte schnell Aufmerksamkeit. In der Laufzeit von 7 Tagen entstanden 95.000 Videos und es gab 111 Millionen Views. Diese Aufmerksamkeit war unter anderem auch den 23 TikToker*innen zu verdanken, mit denen Otto kooperierte. Außerdem wurden verschiedene Anzeigeformate genutzt, um die Challenge zu bewerben, zum Beispiel sogenannte Brand Takeovers und Infeed-Videos.
Die Aktion lief letztes Jahr kurz vor Weihnachten und sollte der jungen Zielgruppe die Marke näherbringen.
Bereits im Juni 2019 hatte Otto eine erfolgreiche Kampagne bei TikTok gestartet. Zum 70. Geburtstag führten sie eine Kampagne unter dem Hashtag #machdichzumotto durch. Die Aktion erhielt 147 Millionen Views in den ersten 4 Wochen und es wurden 59.000 Videos innerhalb von 6 Tagen hochgeladen.

#PunicaDance-Challenge
Die Fruchtsaftgetränkemarke Punica hat ebenfalls positive Erfahrungen mit TikTok gemacht. Sie starteten letzten Sommer eine Aktion, bei der die User*innen gemeinsam mit animierten Punica-Früchten tanzten. Dazu kooperierten sie mit vier bekannten Creators. Die Aktion lief eine Woche, in der 35.000 Videos hochgeladen wurden, der Hashtag erzielte über 40 Millionen Views.

Das Erfolgsgeheimnis von TikTok
Während sich bei Instagram alles um das perfekte Image dreht, lebt TikTok von Authentizität. Die Nutzer*innen wollen echte Inhalte sehen. Sie wollen dort keinen ästhetischen Content, es geht vielmehr nur um Entertainment und Schnelllebigkeit. Die ganze Plattform ist sehr dynamisch. Zu Authentizität gehört es auch Fehler zu machen, genau deswegen ist die Plattform gut dafür geeignet, Neues auszuprobieren und neue Zielgruppen zu finden.
Zudem sind die Nutzer*innen selbst sehr aktiv und werden daher auch „Creator“ genannt. Sie drehen kleine Kurzvideos und posten sie mit den passenden Hashtags. Die Hashtag-Challenges sind bei ihnen sehr beliebt, um ein Thema zu behandeln. Die User*innen werden so zur Interaktion aufgefordert und nehmen aktiv an der Kampagne teil. Statt nur mit Anzeigen befeuert zu werden sind sie selbst Teil des Storytellings.

TikTok für Business
Werbung auf TikTok zu schalten ist schon länger möglich, bisher war das allerdings eine recht mühselige Arbeit, da es keine zentrale Plattform gab, um die Anzeigenformate zu verwalten. Doch das hat sich geändert. Nun gibt es die global verfügbare Werbeplattform TikTok for Business für sämtliche Marketingformate. Außerdem gibt es einen TikTok Creator Marketplace, bei dem Marketer passende Creators zu ihren Kampagnen finden und direkt Anfragen für eine bezahlte Influencer-Kampagne stellen können. Durch den vereinfachten Prozess Werbung zu schalten, könnte das Interesse für Unternehmen an TikTok als Werbemedium, steigen.
Inzwischen gibt es die erste reine TikTok-Agentur in Deutschland. WeCreate unterstützt die Unternehmen mit Strategie, Know-How, Marktforschung und Influencer-Marketing.

 

Quellen:
Meedia.de
W&V.de

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Tipps

Wie sich Erfolg und Glück wirklich gegenseitig beeinflussen

Höher, schneller, weiter. So lautet bei den meisten die Devise in der Arbeitswelt. Wieso man, oben an der Karriereleiter angekommen, nicht unbedingt das erwartete Glücksgefühl empfindet, erklärt der Psychologe Shawn Achor in seinem TED Talk „The happy secret to better work“. Zudem gibt er Tipps, wie man seine eigene Glücksformel erstellt.

Glück ist Kopfsache
Tatsächlich können nur 10 % des Langzeitglücks einer Person vorhergesagt werden, selbst wenn ihre gesamte externe Umwelt berücksichtigt werden würde. Die Restlichen 90 % hängen allein davon ab, wie die Person ihre Umgebung verarbeitet. Zudem zeigen Achors Forschungen, dass 75 % des beruflichen Erfolgs durch das soziale Umfeld, einen positiven Umgang mit Stress und dem eigenen Optimismus bestimmt werden.

Gängige Erfolgsformeln sind falsch herum
Die meisten Erfolgsformeln und die daraus resultierenden Management-Methoden beruhen auf der Annahme „Wenn ich mehr arbeite, bin ich erfolgreicher. Wenn ich erfolgreicher bin, bin ich glücklicher.“ Wissenschaftlich betrachtet ist das genau falsch herum. Der Maßstab für Erfolg wird mit den erreichten Zielen immer wieder erhöht. Hast du in einer Klausur beispielsweise die Note 2 bekommen, fühlt sich die nächste 2 nicht mehr wie ein Erfolg an. So kommt dein Gehirn langfristig gesehen nie am Erfolgs-Ziel an.
Des Weiteren erlangt unser Gehirn im positiven Gemütszustand den sogenannten Glücks-Vorteil. Je glücklicher wir sind, desto höhere Leistungen können wir erbringen – wir sind sogar 31 % produktiver. Erfolg macht also nicht glücklich, sondern Glück macht erfolgreich.

Trainingsplan zum Glück
Laut Achor kann man sein Gehirn, ebenso wie einen Muskel, dazu trainieren glücklicher zu werden.
Seine Methode dabei: „In jeder einzelnen Firma, mit der ich gearbeitet habe, sollten die drei neue Dinge, für die sie dankbar sind, aufschreiben. 21 Tage hintereinander, drei neue Dinge pro Tag. Am Ende dieser Zeit verbleibt im Gehirn ein Muster, mit dem es die Welt nicht zuerst nach Negativem, sondern Positivem abtastet.“
Zudem kannst du auch ein Erfolgstagebuch führen, durch das dir bewusst wird, wie oft du erfolgreich bist, ohne es zu merken. Das kann tatsächlich schon bei kleinen Dingen anfangen, beispielsweise, wenn du etwas Leckeres gekocht hast.
Verstärken kann man die Effekte der Tagebücher noch, indem man darüber mit anderen spricht.

Und natürlich gilt: Keep smiling!

 

Quellen:
Kununu.com
Ted.com

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Trends

Der wachsende Podcast-Markt und seine Möglichkeiten

Der Podcast-Markt boomt: Laut aktueller Studien hören sie zwischen 26 bis 30 Prozent der Deutschen regelmäßig – Tendenz steigend. Und das Angebot ist riesig. Ob aktuelle News, Politik, Unterhaltung, oder Dokus – es ist für jede Altersgruppe etwas Passendes dabei. Die klassischen Medien wie Print, Fernsehen und Radio haben den Trend erkannt und bieten zum Teil selbst Podcasts an, oft mit hoher Resonanz der Hörer*innen. Doch was macht den Erfolg aus?

Das Angebot wird immer vielfältiger
Der wachsende Podcast-Markt hat vor allem Auswirkungen auf den Konkurrenzkampf der einzelnen Anbieter. Apple, Google, Deezer oder auch der schwedische Streaming-Dienst Spotify – sie alle investieren zurzeit eine Menge in das eigene Podcast-Geschäft. Die Flexibilität, die der Podcast-Markt bietet, ist ein großes Plus. Ein Vorteil der Podcasts ist, dass man sie zeitunabhängig und folgenunabhängig anhören kann, eine zeitliche Begrenzung ist nicht gegeben. Man hat das Gefühl, quasi im Gespräch beteiligt zu sein, obwohl man nur zuhört. Den positiven Trend haben auch die Anbieter erkannt. Sie werben um Neukunden.

Die Öffentlich-Rechtlichen ziehen nach
Die rasante Entwicklung im Podcast-Markt ist schon seit längerer Zeit auch bei den öffentlich-rechtlichen Sendern zu sehen. Hierbei steht vor allem der hohe und seriöse Informationsgehalt an erster Stelle, der für viele Zuhörer*innen gerade in dieser Zeit sehr wichtig ist. Aktuell zur Coronakrise bieten der NDR und der MDR Podcasts zur aktuellen Lage jeweils „Coronavirus-Updates“ mit Christian Drosten, Leiter der Virologie an der Berliner Charité, bzw. Alexander Kekulé, Inhaber des Lehrstuhls für Medizinische Mikrobiologie und Virologie der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, an, die Montags bis Freitags Updates zur Situation liefern. Mit großem Erfolg, wie man an den Klickzahlen sehen kann: Besonders zu Beginn der Pandemie lagen die Klickzahlen regelmäßig bei über 500.000.

Gerade deutsche Podcasts liegen im Trend
Das Erfolgsgeheimnis der deutschen Podcasts liegt klar auf der Hand: Die Moderatoren und die Gäste, die in diese Talks eingeladen werden, sind den Hörern*innen oft bekannt, es gibt jedoch auch unbekannte Gäste, die ihre Geschichte erzählen. Bestes Beispiel ist der Podcast „Fest und Flauschig“ von Jan Böhmermann und Olli Schulz. Darin reden sie meist ein bis zwei Stunden über alles, was ihnen einfällt – mal ernsthaft, mal völlig übertrieben. Genau das packt die Konsumenten*innen der Podcasts. Auch Pro7 hat sich mit „Baywatch Berlin“ am Podcast-Markt etabliert, Zugpferd ist hier Klaas Heufer-Umlauf. Auch hier werden Themen des Alltags aufgegriffen, die alle angehen. Jede Zielgruppe kann sich also ihre Favoriten heraus suchen.
Auch im Marketing-Bereich gibt es einige interessante Podcasts, wie den OMR Podcast mit Moderator Philipp Westermeyer. Hier geht es vor allem um digitales Marketing.

Podcasts bieten Perspektiven und hohe Werbeerlöse
Der Podcast-Markt bietet auch ganz neuen Projekten und Zielgruppen eine Plattform. Der Medienkonzern ProSiebenSat.1 gesellte sich mit der Plattform „For Your Ears Only“ hinzu. Bestimmte Podcasts werden kostenlos angeboten, auch ein Abo-Modell für monatlich 4.99 € wird angeboten. Gerade neue und junge Unternehmen können profitieren: Durch Podcasts lassen sich alleine durch Werbung hohe Erlöse erzielen. Im Jahr 2019 beispielsweise lagen diese bei ca. 37 Millionen Euro.

Es ist also zu erwarten, dass der Podcast-Markt noch lange nicht sein volles Potenzial ausgeschöpft hat. Die Möglichkeiten und Themenbereiche werden immer vielfältiger und sprechen längst nicht mehr nur die junge Zielgruppe an. Also: Kopfhörer auf und los geht’s!

 

Quellen:
T3n.de
Augsburger-allgemeine.de

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News

Chancengleichheit?

Ein Begriff, der immer wieder zur Sprache kommt, ob in Zusammenhang mit Geschlechtern, Herkünften, Weltanschauungen,… Die Liste ist lang. Zudem wird Gleichheit so subjektiv und unterschiedlich wahrgenommen wie Farben oder Emotionen.
Da es so viele Facetten gibt, werden wir in diesem Artikel erst einmal die Chancengleichheit von Frauen in der Berufswelt betrachten.

Laut der Studie „Top Karrierechancen für Frauen“ (Mai 2020) ist Lidl nun schon zum 2. Jahr in Folge das Top Unternehmen, wenn es um Chancengleichheit für Frauen geht. Insgesamt wurden 5.000 Unternehmen getestet, davon dürfen sich 509 über ihr ausgezeichnetes Engagement freuen. Unter diesen befinden sich unter anderem Lidl, Zalando und Commerzbank.

Top Karrierechancen für Frauen. Wo?
Das Institut für Management- und Wirtschaftsforschung hat im Auftrag von Focus Money die 5.000 größten deutschen Unternehmen auf ihr Engagement geprüft.
Die Studie basierte sowohl auf Daten, die mittels „Social Listening“ (Durchsuchung von Websites und sozialen Netzwerken) gesammelt wurden, als auch auf Fragebögen, die von den Unternehmen ausgefüllt wurden. Abgefragt wurde dabei der Anteil der Frauen in Führungspositionen oder die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Dabei reichten für eine Auszeichnung bereits 60 von 100 Punkten und 20 Online-Nennungen.
Zalando zum Beispiel hat das Ziel, bis 2023 ein „ausgewogenes Verhältnis der Geschlechter“ auf den obersten Führungsebenen, inklusive Vorstand und Aufsichtsrat zu erreichen, und landet dadurch auf Platz 1 der Onlinehändler. Darüber, dass bis 2019 in ihren Geschäftsberichten betont wurde, bis 2022 keine Frauen im Vorstand aufnehmen zu wollen und jetzt nur aus Imagegründen ein neues Ziel gesteckt wurde, wird nicht mehr gesprochen. Andererseits stellte sich die Frage, wie schlimm es in allen anderen Betrieben läuft, wenn die Formulierung eines Ziels schon das „Beste“ ist.
Anders läuft es bei Lidl mit 55 % Frauenanteil in Führungspositionen und der Commerzbank mit 30 %. Es wird auf gleiches Gehalt bei gleicher Arbeit und gleiche Aufstiegschancen bei gleichen Qualifikationen gesetzt. Also weit mehr als nur ein bloßes Ziel formuliert.

Aber wozu das Ganze?
Neben ethischen und gesetzlichen Gründen gibt es beispielsweise auch Studien, die belegen, dass Teams, in denen Frauen mitarbeiten, effektiver sind als reine Männerteams. Das Peterson Institute for International Economics hat 21.980 Unternehmen untersucht und festgestellt, dass ein Unternehmen mit 30 % Frauenanteil in der obersten Management Ebene über 15 % Reingewinn mehr erwirtschaftet als ein Unternehmen ohne Frauen. Zudem bieten vielfältige Teams weitere Vorteile, die sich letztendlich insgesamt positiv auf das Unternehmen auswirken. Aber solange sich die Mentalität der derzeitigen Führungs- und Vorstandsmitglieder nicht ändert, wird eine Frau gar nicht in Betracht gezogen.
Natürlich kann bei Stellenausschreibungen nicht einfach irgendeine Frau für die Frauenquote eingesetzt werden. Das wäre weder fair, noch würde es Chancengleichheit bringen. Da es heutzutage allerdings weder an Interesse, noch an der Qualifikation von Frauen mangelt, wären anonymisierte Bewerbungen ein möglicher Weg. Bewerber würden dabei weder anhand von Geschlecht, Herkunft oder sonstigen Merkmalen abseits ihrer Eignung bevorzugt oder benachteiligt. Da dies nur ein möglicher Lösungsansatz ist, drängt sich unweigerlich die Frage auf: Wäre dadurch nicht automatisch die ganze Debatte gelöst?

Die Gleichberechtigung der Frau…
…gibt es sie denn wirklich? Seit 100 Jahren dürfen Frauen wählen, aber was hat sich seit dem denn wirklich geändert? Es wurde gekämpft für Freiheit und Selbstbestimmung. Und dennoch, wo sind wir heute? Von 5.000 Unternehmen sind nur 509 nennenswert. Die Gewinner glänzen durch gleiche Bezahlung, Cross-Mentoring-Programme oder weibliche Führungskräfte. Es geht also! Und noch nicht mal schlecht.
Auch die neue Gleichstellungsstrategie, die Anfang Juli vom Kabinett der Bundesregierung beschlossen wurde, scheint ein Schritt in die richtige Richtung zu sein. Obwohl im Grundgesetz die tatsächliche Durchsetzung der Gleichstellung der Geschlechter bereits verankert ist, war es ein jahrzehntelanger Weg, der nun für die gesamte Bundesregierung zur Aufgabe wird. Mehr Frauen in Führungspositionen, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf und die Sorgearbeit zwischen Männern und Frauen gerechter zu verteilen, gehören zu den Zielen der Strategie.
Kritik gibt es dennoch z. B. vom Frauenrat, denn konkrete Ziele über die nächste Wahl hinaus werden nicht genannt.

Warum ist das Thema also noch immer so schwierig? Warum ist Chancengleichheit noch so undefinierbar? Dabei ist der Unterschied zwischen den (binären) Geschlechtern ja gerade mal die Spitze des Eisbergs. Warum wird nun also in Studien geprahlt, wie fortschrittlich und zukunftsorientiert Unternehmen sind? (Frauen-) Empowerment ist zwar eine wunderbare Werbung fürs Image, aber wenn es an die Umsetzung geht, wird zu häufig gekniffen.

 

Quellen:
Süddeutsche.de
W&V.de
Presseportal.de
Faz.net

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