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Marketingtrends für 2021 im digitalen Marketing

Schon mal etwas von Purpose-driven-Kampagnen oder Voice und Visual Search gehört? Nein? Kein Problem! Im Digitalmarketing hat sich in letzter Zeit einiges getan. Wir geben dir einen Überblick über die neuesten Trends 2021 und berichten über einige spannende Neuerungen, die vielleicht auch dich betreffen könnten.

Live Streaming als neuer Boom
Nicht nur im Homeoffice spielt die Digitalisierung eine große Rolle: Events, die eigentlich offline stattgefunden hätten, werden nun vielmehr virtuell angeboten und geben dem User einen „Rundgang“ durch die Veranstaltung. Dabei wird auch das Medium Instagram immer mehr mit eingebracht. Dort gibt es die Gelegenheit, einen Livestream zu starten („Insta-Live“ und „IGTV“), in dem zum Beispiel Gäste zu Wort kommen können. Die Community kann über die Chat-Funktion Fragen stellen, wenn sie sich zuvor in den Livestream eingeschaltet hat. Die Dynamik dieser Art von Kommunikation wird besonders von Werbetreibenden sehr geschätzt.

Nachhaltigkeit wird zum Trend
Auch das Thema Nachhaltigkeit ist nach wie vor in aller Munde. Das ist natürlich auch längst bei den Unternehmen angekommen: Laut Umfragen des Nielsen Instituts bevorzugen es über 80 Prozent der Befragten, wenn ein Unternehmen nachhaltig handelt und umweltfreundlich arbeitet. Längst haben sich diverse Banner etabliert, die in den Online Shops so platziert werden, dass Kunden diese sofort wahrnehmen und mit einem Kaufreiz darauf reagieren. Außerdem geben Brands intimere Einblicke an ihre Kunden: sei es die Herstellung der Waren, Verpackung oder Transport. Die Themenfelder interessieren immer mehr Besteller:innen. Digitales „Onboarding“ ist einer DER Trends des Jahres. Mit dem Tool „Purpose-driven-Kampagnen“ schaffen die Big Player der Wirtschaft Transparenz und setzen klare Statements, die bei den Konsumenten:innen sehr gut ankommen – auch durch die Reichweiten von prominenten Hashtags.

Alexa, was ist Voice und Visual Search?
Wer sich diese Frage stellt, hat einen weiteren digitalen Trend im Blick. Sprachbasierte Suchen sind eine bequeme und nützliche Funktion für Nutzer:innen von Online Shops, digitalen Magazinen und Zeitschriften und vielem mehr. Dafür optimierte Webseiten sind in der heutigen Zeit ein wichtiger Baustein für eine erfolgreiche Interaktion mit den Kunden:innen. Bei hoher Mobilität werden trotzdem die wichtigen Produktdetails deutlich, User:innen können sprachbasiert nach eigenem Tempo und Wünschen/Vorlieben suchen. Genauso verhält es sich mit der Suche auf Basis von produzierten Bildern, dessen Funktion noch im Aufbau ist.

Es bleibt also abzuwarten, inwiefern sich das Rad der Digitalisierung auch in 2021 weiterdreht. Genug Neuerungen und Innovationen für ein gelungenes User Experience sind auf jeden Fall vorhanden.

 

Quellen:
Onlinemarketing.de
Digital-minds.agency

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Tipps

Entscheidende Kriterien und Skills für eine erfolgreiche Marketingkarriere

In der heutigen Zeit werden sie oft als Statussymbol angesehen, vor allem aber von vielen Arbeitnehmern:innen angestrebt: Fachkarrieren und Skills für den eigenen Job. Doch wie schaut das eigentlich im Marketingbereich aus?

 

 

Hard und Soft Skills sind entscheidend
Gerade für junge Talente ist es wichtig, von Anfang an Ehrgeiz und Zielstrebigkeit für ihren weiteren Karriereweg mitzubringen. Dabei geht es sowohl um fachliche, als auch um soziale/menschliche Kompetenzen, die im bisherigen Lebensweg erworben wurden. Gerade die menschliche Komponente hat in den letzten Jahren immer mehr an Bedeutung gewonnen; Personaler:innen schätzen vor allem Verlässlichkeit, Ehrlichkeit und ein sympathisches Gesamtauftreten. Natürlich kommen auch die fachlichen Referenzen und Erfahrungen (wie z. B. Trainees, Auslandsaufenthalte und Praktika) nicht zu kurz und spielen eine genauso wichtige Rolle. Ein Mix aus beidem ist für einen erfolgreichen Karrierestart optimal.

Wie funktioniert die neue Generation?
Es liegt auf der Hand, dass Mitglieder der „Generation Y“ und „Z“ andere Ansprüche an ihre Karriere beziehungsweise ihren Job stellen als früher. Auch der Arbeitsalltag sieht – gerade im (Online) Marketing – anders aus. Fachkräfte für die Planung und Umsetzung von Werbemittelmaßnahmen, wie SEO (Search Engine Optimization) und SEA (Search Engine Advertising) sind gefragt, vertrauen doch immer mehr Kunden auf solche Tools, um auch im World Wide Web aktiv zu sein. Die voranschreitende Digitalisierung – auch in den Agenturen, die sich bereits zum Teil schon spezialisiert haben – tut ihr übriges. Hier sind die neuen Generationen gefragt. Skills im digitalen und technischen Bereich steigern die Chancen der Bewerber:innen enorm.

Vielfältige Karriereaussichten
Neuartige Begriffe, wie „Junior Marketing Manager:in“ oder „Digital Content Creator:in“ sind die Zukunft. Der riesige Bereich der Social-Media-Welt nimmt mehr und mehr zu und weist dementsprechend auch mehr Aufgabenbereiche auf. Zudem sind E-Mail- und Newsletter-Aktionen nach wie vor gefragt. Die jungen Leute sind bereit, sich diesen Herausforderungen zu stellen und bringen ein hohes Maß an Flexibilität mit. Zukunftschancen gibt es also genügend – wenn man bereit ist, sich der neuen digitalen Welt anzupassen. Die Bereiche Werbung und Marketing bieten also auch in Zukunft ausreichend Möglichkeiten für die eigene Berufskarriere.

 

Quellen:
Horizont.net
Absolventa.de

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Trends

Der Hype um die Clubhouse-App

Diese App bringt viele Diskussionen auf: Clubhouse – die neue Social-Audio-App.
Doch warum der ganze Hype? Und dann alles auch noch exklusiv?!

Telefonieren nur mit Einladung?
Es ist ein kostenloses soziales Netzwerk, das nur über Audio funktioniert, eine sogenannte „Audio-Only-App“, die aber eigentlich schon seit März 2020 auf dem Markt ist.
Im Grunde genommen funktioniert Clubhouse so: Es gibt viele verschiedene Räume, in denen über unterschiedliche Themen gesprochen wird. In jedem dieser Räume gibt es eine Art virtuelle Bühne, auf der sich „Moderatoren:innen“ und weitere Personen versammeln und miteinander sprechen. Solange diese Räume nicht geschlossen sind, kann jeder beitreten, sich ins Publikum begeben und den Sprechern:innen zuhören. Die Zuschauer:innen haben die Möglichkeit, ihre Hand (virtuell) zu heben, um zu signalisieren, dass sie Fragen haben oder etwas zum Thema sagen möchten. Die Moderatoren:innen können dann, wenn sie wollen, diese auf die Bühne holen oder aber die Funktion deaktivieren. Jedes Mitglied dieser App kann selbst Räume öffnen, Themen festlegen und eigene Follower einladen. Zudem gibt es Clubs mit den unterschiedlichsten Themen, in denen man Mitglied werden kann.

Worum geht’s überhaupt?
Doch hierbei geht es auch nicht um Likes, Kommentare, Klicks oder eingeschaltete Kameras wie bei den meisten sozialen Netzwerken, sondern nur ums reine Zuhören. Man kann sich Gespräche anhören – so wie bei Live-Podcasts – man kann sich aber auch aktiv an den Diskussionen beteiligen. Im Grunde ist das ein Mix aus Panel-Diskussion und Telefonkonferenz. Einen Haken gibt es aber doch an der ganzen Geschichte: Es kommt noch längst nicht jeder in diese App rein. Denn wer dabei sein möchte, braucht eine Einladung, die über die Telefonnummer erfolgt. Außerdem braucht man ein Apple-Gerät, denn für Android-Systeme ist Clubhouse noch nicht zugänglich. Diese Exklusivität ist von den Macher:innen aber beabsichtigt, um eine technische Überlastung der App zu verhindern. Mittlerweile werden solche Einladungen schon bei Ebay und anderen Plattformen gehandelt, weil der Hype so groß ist. Und durch die vielen prominenten Mitglieder aus aller Welt sowie die hoch-positionierten Politikern:innen, steigt auch die Anzahl der Menschen, die unbedingt mit dabei sein wollen. Grund dafür: die menschliche Angst, etwas zu verpassen – dem sogenannten „Fomo-Effekt“ (fear of missing out).

An sich klingt dieses Konzept interessant und neu: persönliche Talks mit Promis, unterhaltende und spannende Gespräche mit Expert:innen, die ein fundiertes Wissen haben, …
Doch es gibt auch Negatives. Dass so viele Menschen ausgeschlossen werden, ist ein sehr großer Kritikpunkt. Des Weiteren ist der Datenschutz ein Problem, denn wer die App nutzen will, muss den Zugriff auf alle seine Telefonkontakte erlauben. Ein weiterer Aspekt ist die mangelnde Barrierefreiheit. Denn durch das Audio-Only-Konzept, haben Gehörlose keine Möglichkeit, an dem Hype teilzuhaben. Außerdem wird „Hatespeech“ groß kritisiert. Denn momentan ist es leider auch noch möglich, Hass und radikalen Content zu verbreiten.

Das Fazit ist also: Wer gerne anderen beim Telefonieren zuhören und seine Kommentare dazu abgeben möchte, muss sich eine Einladung organisieren. Oder einfach hoffnungsvoll darauf warten, dass die App bald für jeden zulässig ist.

 

Quellen:
Nzz.ch
Tz.de
T3n.de
Radiorst.de

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News

Marketing mit Botschaften und Greenwashing

Immer mehr Marken werden grüner, denn dahin wächst auch der aktuelle Trend. Doch welche von ihnen meinen es ernst, und welche stellen sich nur zur Schau?

 

Marketing mit Haltung
Viele Marken möchten – insbesondere jetzt in Corona-Zeiten – ein Wir-Gefühl schaffen und die Menschen auf der ganzen Welt durch Themen wie Umwelt oder Sexismus vereinen.
Damit wirkt nämlich die Werbung, und die Marke hinter der Werbung, sympathischer, menschlicher und zugänglicher.
Sehr gute Umwelt- und Nachhaltigkeits-Kampagnen sind z.B. die von Ikea. Hier stehen Recycling und Upcycling absolut im Fokus. Ikea möchte uns mit den Kampagnen darauf aufmerksam machen, gegen das Stigma „Es bringt ja eh nichts, wenn nur ich nachhaltig lebe“ vorzugehen und dazu aufzurufen, dass jeder noch so kleine Schritt zählt. Auch der raffinierte Ikea Werbespot bringt das sehr gut rüber.
Kemi Anthony, Marketing- und Kommunikationsmanagerin bei Ikea, sagt dazu: „Die Kampagne verkörpert das Engagement von Ikea, Menschen dazu zu inspirieren, anders über die Vorteile eines maßvollen Lebens gegenüber einem Leben im Überfluss zu denken. Kleine Taten jetzt werden in den kommenden Jahren einen großen Unterschied machen“. Und damit setzt Ikea nicht nur auf eine reine Haltungskampagne, sondern auch auf eine verkaufsfördernde. Die Ikea Energiesparlampen oder das Buy-Back-Programm, um nur ein paar Beispiele zu nennen, runden die Kampagne perfekt ab.

Mit Corona gibt es noch ein zusätzliches großes Thema, durch das 2020 viele Haltungskampagnen boomten. Coca-Cola zum Beispiel, warb damit, nicht nur zur Normalität zurückkehren zu wollen, sondern gemeinsam voranzuschreiten und die Welt besser zu machen.
Auch Penny, mit dem #erstmalzuhause, sowie das Gesundheitsministerium und viele weitere Marken stellten sich selbst, ihre Produkte und Leistungen nicht in den Vordergrund, sondern riefen dazu auf, gemeinsam gegen das Virus zu kämpfen. Hier sieht man wieder offenkundig, wie das Wir-Gefühl vermittelt wird.

Greenwashing von Marken
Inzwischen ist ein grünes Image von Marken mit das wichtigste Kriterium. Doch leider gibt es viele, die ihre Kunden an der Nase herumführen, indem sie ein grünes „Öko“-Image vortäuschen – aber leider nichts daran tatsächlich „Öko“ ist. Das nennt sich Greenwashing. Solche Firmen nutzen Marketingaktionen wie z. B. Spenden an grüne Labels, nachhaltige Projekte etc., um so ihr angeblich umweltbewusstes Handeln zu bewerben. Doch dies ist im Allgemeinen nur Fake.
Und viele Kunden, die sich für Nachhaltigkeit interessieren, werden leider getäuscht und in die Irre geführt.
Doch dieses grüne Konzept funktioniert traurigerweise sehr oft. Denn Kunden fühlen sich besser, wenn sie Produkte kaufen, die nachhaltig sind. Und Marken tun nun mal sehr viel dafür, dieses Gefühl bei ihrer Zielgruppe auszulösen. Aber: Es gibt einige Anzeichen, wie ihr Greenwashing erkennen könnt – z.B. seltsame Logik oder auch Wannabe-Umweltretter. Wobei übrigens gerade die größeren Konzerne häufig auch die größeren Umweltverschmutzer sind.

Das wohl bekannteste Greenwashing-Beispiel ist Krombacher mit ihrer Aktion „Rettet den Regenwald“. Das Versprechen war bis 2018, dass ein Kasten einen Quadratmeter Regenwald rettet.
Doch für den Endverbraucher ist es meistens leider nicht nachvollziehbar, ob seine Spende tatsächlich da ankommt oder so eingesetzt wird, wie es versprochen wurde.
Deshalb das Fazit: Spendet lieber direkt in ein Projekt eures Vertrauens!

Ein Beispiel hierfür ist übrigens Twentyless. Auch bei Instagram kann man etwas über das aus „Die Höhle der Löwen“ bekannte Unternehmen erfahren, welches für günstige Reiniger in Glasflaschen wirbt, die ohne Plastik auskommen.

Quellen:
Wuv.de
Youtube.de
Wmn.de
Nachhaltige-deals.de

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Tipps

Grenzen im Job setzen – ist es wirklich so einfach?

Jeder kennt diese Situation: Der Feierabend ist zum Greifen nah, doch dann: Das Telefon klingelt, letzte und natürlich wichtige Emails trudeln im Postfach ein und die Kollegen*innen haben noch dieses eine letzte Anliegen, das sich wie Kaugummi zieht. Tagtäglich erleben viele Berufstätige in ihrem Job genau diese Situation. Was du tun kannst, um in Zukunft stressfreier und auf der sicheren Seite zu sein und warum es wichtig ist, auch mal „Nein“ zu sagen, erfährst du im folgenden Artikel.

Gründe für die „Ja-Sager-Mentalität“
Doch warum fällt das Setzen von Grenzen im Job eigentlich so schwer? An erster Stelle steht oft die Angst, etwas Negatives zu sagen. Eine Ablehnung bedeutet zeitgleich für viele eine Art Abschwächung oder Ignoranz des Wunsches der Vorgesetzten und/oder Kollegen*innen. Die Gesprächsebene droht sich zu verschieben, das Gefühl der Ablehnung und Kränkung kann sich ebenfalls schnell breit machen. Die Angst vor drohenden Konflikten oder gar Ausgrenzung und Jobverlust sind die treibenden Kräfte bei diesem Thema. Wer beispielsweise in einem größeren Unternehmen tätig ist, läuft Gefahr, den Anschluss zu verlieren und nicht mehr benötigt oder gefragt zu werden, wenn es um geschäftliche Belange geht. So die (oft falsche) Denkweise.

Warum Grenzen im Job so wichtig sind
Um von diesem trügerischen Gefühl abzukommen, gilt es in erster Linie darum, dass ein „Nein“ keineswegs nur negativ gemeint sein muss, sondern auch für das eigene Selbstwertgefühl eine enorme Bedeutung hat. Karriereberaterin und –coachin Petra Barsch beispielsweise trennt eigene Grenzen daher ausdrücklich von dem Begriff „Egoismus“. Die goldene Regel des „Neinsagens“ bestehe darin, den richtigen Mix aus eigener Fürsorge und notwendiger Arbeit zu finden. Ziel muss sein, dass Grenzen klar definiert werden und somit Stress oder Ängste gar nicht erst auftauchen – Stichwort mentale Gesundheit. Denn wenn man sich besser fühlt, dann arbeitet man auch besser und effizienter.

Die richtige Herangehensweise ist wichtig
Eine (gegebenenfalls ausführliche) Erklärung, warum die jeweilige Aufgabe, die einem übertragen wird, aus welchen Gründen auch immer, im Moment nicht machbar ist, ist oft der Schlüssel zum Erfolg. Denn die richtige Kommunikation in einer sachlichen und ruhigen Art und Atmosphäre trägt dazu bei, dass einem selbst mehr Freiheiten in seinem Entscheidungsspielraum gegeben werden und man zusätzlich zu den Aufgaben, die sowieso anfallen, seine eigene Kapazität erkennt und kommuniziert. Und zwar klar, verständlich und auf der richtigen Ebene.
Ein Beispiel: Wenn zusätzliche Arbeit zugeteilt wird und man nicht direkt ablehnen will, ist eine Priorisierung sinnvoll. Mit der Frage, welche Aufgaben weggelassen oder später erledigt werden sollen, wird der Ball quasi wieder zurück an den Fragesteller gespielt, ohne unhöflich zu wirken. Das gleiche gilt, wenn das Gefühl der Überforderung einsetzt. Kollegen*innen freundlich um Entlastung zu bitten, funktioniert besonders dann gut, wenn man sich nicht direkt aus der Verantwortung zieht oder direkt abblockt. Verständnis für das Anliegen zu zeigen und einen eigenen Vorschlag zu entwickeln, kann die einfache Lösung des Problems sein – ohne Stress.

Der Weg ist das Ziel. Was leicht klingt, wird auch in der Zukunft eine wichtige Rolle spielen. Schließlich wird es auch im Job immer wichtiger, sich selbst gut zu verkaufen und selbstbewusst aufzutreten. Gelingt dies auch im Umgang mit den eigenen Kollegen*innen und Vorgesetzten – natürlich nicht ausschließlich auf persönlicher Ebene – ist schon ein großer Schritt getan. Ohne Schuldgefühle „Nein“ sagen zu können, ist eine hohe Kunst, die es mit der Zeit zu lernen gilt.

 

Quelle:
ze.tt

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Trends

Die neue Art zu shoppen

Bisher wurden Social-Media-Kanäle eher für Unterhaltung genutzt, aber sie werden immer mehr zu Online-Shopping-Plattformen. Der große Vorteil: sie haben 24/7 geöffnet. Jetzt gibt es einen neuen Trend im Social Commerce-Bereich: Shoppable Videos. Schon jetzt gibt es sehr viel Shoppable Content auf Sozialen Netzwerken, wie Instagram, Snapchat oder Pinterest. Nun weitet sich der Trend auch auf Videos aus.

Kauffunktionen auf Social-Media haben großes Potenzial. Schon jetzt klicken monatlich 130 Millionen Nutzer*innen einen Beitrag auf Instagram an, um sich über die beworbenen Produkte zu informieren. Kaufinteressenten haben die Möglichkeit, durch die Shoppable-Features mit nur einem Klick einzukaufen, ohne die Plattform zu verlassen.
Instagram und WeChat bieten bereits Shoppable Video Ads an. Der große Vorteil dieses Formats: es ist messbar. Fehlende Messbarkeit ist bisher ein Problem im Influencer-Marketing. Mit dem neuen Format lässt sich jedoch der Gewinn eins zu eins den Ausgaben für die Kampagne gegenüberstellen. Außerdem kann man jedem Influencer die einzelnen Verkäufe zuordnen.

Influencer-Marketing
Die Shoppable Videos bieten auch für Influencer*innen Vorteile. Die Verbindung aus Content und Commerce sorgt dafür, dass Influencer*innen Produkte und ihre redaktionellen Inhalte separat voneinander verkaufen können und haben so wieder mehr kreativen Freiraum für Storytelling. Statt direkt ein Produkt vorzustellen, können sie einfach von ihren eigenen Erlebnissen erzählen und das Produkt wird am Rand eingeblendet. Das erhöht die Authentizität der Influencer*innen und er läuft nicht mehr die Gefahr, in die Grauzone von Produktplatzierung und Werbung zu geraten. Dadurch erhöht sich auch die Qualität des Influencers/der Influencerin.

Auch Google will mitmischen
Shoploop heißt die neue Video-Shopping-Plattform und stammt aus dem Hause Google. Auf der E-Commerce-Plattform können Influencer*innen Produkte in 90-sekündigen Videos vorstellen. Nutzer*innen haben so die Möglichkeit, von der Inspiration, über Tutorials und Bewertungen bis hin zum Kauf alles in einer App zu machen. Außerdem können sie auch Accounts folgen und Inhalte, die ihnen gefallen mit ihren Freunden*innen teilen. Aktuell ist die App jedoch noch nicht in Deutschland verfügbar.

 

Quellen:
Horizont.de
W&V.de

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News

Polarisierende Kampagnen

Polarisierend. Was ist das überhaupt? Wir verstehen darunter gemischte Gefühle und jede Menge Aufmerksamkeit. Aber was macht Kampagnen „polarisierend“?

Zum einen eindeutige Zweideutigkeit, dazu eine Kontroverse, die sowieso schon gemischte Meinungen hervorruft, gepaart mit einer Kampagne, die einfach noch mehr Salz in die Wunde streut. Satire nennt es der eine, pervers der andere. Im Grunde wird das aktuelle Gesprächsthema befeuert, vielleicht sogar überspitzt, um wirklich Aufmerksamkeit zu bekommen. Anschließend folgt eine ungewisse Rutschpartie. Man lässt die Masse entscheiden. Ob sie die Kampagne nun gut oder schlecht finden, die Aufmerksamkeit ist gewiss. Wie sagt man so schön? „Auch schlechte Publicity ist (gute) Publicity“. Zumindest bleibt man im Kopf. Letztes Jahr waren es z. B. Katjes und True Fruits.

True Fruits als polarisierendes Beispiel
Sie sind extrem, laut und immer ein Stückchen drüber. In Zweideutigkeit und Aktualität sind sie Meister ihres Faches. Die Rede ist von der Marketingstrategie von True Fruits. Die Texter ecken immer wieder an. Hier wird deutlich, wie schnell eine Smoothie-Marke Aufsehen erregen kann. Das Unternehmen nutzte beispielsweise eine schwarze Flasche ihrer Produktpalette dazu, sich zu rassistischen Anspielungen hinreißen zu lassen. Die Betitelung als „schwarzes Schaf“ oder „Quotenschwarzen“ sorgte ordentlich für Empörung und Diskussionen in der Werbewelt.
Auch mit sexistischen Sprüchen wie „Bei Samenstau schütteln“ oder „Besamt und befruchtet“, wandelt True Fruits auf einem schmalen Grad. Für die einen eine gelungene und lustig-provokante Werbeidee, für die anderen absolut geschmacklos. True Fruits selbst steht zu 100 % hinter ihrer Strategie – und damit auch gegen die Meinung ihrer Kritiker*innen.

Katjes und die Darstellung der Massentierhaltung
Da hat die Marketingabteilung von Katjes genau ins Schwarze getroffen. Massentierhaltung ist uns allen ein Begriff und doch wird in den Medien ein anderes Bild suggeriert. Oder habt ihr schon einmal eine Werbung für Milchprodukte gesehen, in der Stall- oder gar Massentierhaltung gezeigt wird?  Die Wahrheit ist, dass keiner mehr Milchprodukte kaufen würde. Das Werbevideo von Katjes wirkt zwar durch die animierte Darstellung der Kühe bedrückend, aber an wirkliche Massentierhaltung kommt es lange nicht heran.
Wen wundert es, dass sich die Milchbauern und -Bäuerinnen angegriffen fühlen? Die Werbefilme von Milchprodukten zeigen weite Weiden, grüne Wiesen und lila Kühe. Eine derart kindergerechte Darstellung der Massentierhaltung ist verkaufsschädigend. Dennoch lässt sich Katjes nicht einschüchtern. Es wird sogar von einem „Lovestorm“ in den sozialen Medien gesprochen. Mal eine Gegendarstellung zu sehen und diese sogar Kindern zeigen zu können, ist doch wundervoll!

The Female Company will die Menstruation enttabuisieren
Das Thema „Periode“ steht leider noch immer in der Tabuecke und ist für viele Frauen ein unangenehmes Thema, dabei ist es etwas ganz Natürliches. Der Bio-Tampon-Hersteller geht mit seinen Kampagnen gegen diese falsche Scham vor und versucht zudem auch noch politisch etwas zu ändern. Mithilfe des Tampon-Buchs machen sie auf die ungerechte Besteuerung von Damenhygieneprodukten mit 19 Prozent aufmerksam. Die Kampagne #Lippenbekenntnis sorgte mit ihrer Doppeldeutigkeit ebenfalls für viel Aufmerksamkeit. Zu sehen ist ein senkrechter Frauenmund der stark an eine Vagina erinnert. Dazu Slogans wie „Meine Produkteinführung des Monats“, die deutlich machen: hier geht es um Tampons. Facebook jedoch sperrt Anzeigen, die die weiblichen Körperteile betreffen. So war es zuerst auch bei dieser Kampagne. Die Menstruation in der Werbung zu thematisieren ist sicher nicht einfach und wird vermutlich noch oft anecken. Aber Frauen zu zeigen, dass sie sich nicht für ihre Periode schämen müssen, ist ein wichtiges Zeichen und mit außergewöhnlichen Kampagnen wird genau darüber gesprochen.

Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass oft ein kleiner Aspekt in einer Werbung ausreichen kann, um Beachtung zu finden. Es entsteht eine Spaltung zwischen den Betrachter*innen – genial oder genial daneben, aber auf jeden Fall sprechen die Menschen darüber. Der Geschmack der Betrachter*innen erscheint wichtiger denn je. Bleibt abzuwarten, welche Kampagne als nächstes für Aufsehen sorgt.

 

Quellen:
Tagesspiegel.de
Utopia.de
W&V.de
Horizont.net
Thefemalecompany.com

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Trends

Ist Triller das neue TikTok?

TikTok.
Das kennt doch mittlerweile fast jeder. Die vielen Tanzvideos, Lip-Sync.-Videos, Comedy- und lustige oder süße Tiervideos… an denen kommt heutzutage fast niemand mehr vorbei. Jetzt tritt aber neue Konkurrenz ins Scheinwerferlicht.


Auch viele berühmte Persönlichkeiten treiben auf der weltweiten Plattform ihr Unwesen, was wahrscheinlich auch den Bekanntheitsgrad dieser App verantwortet. Doch nun steht TikTok unter dunklem Licht, denn Trump droht immer wieder damit, die App in den USA zu verbieten, da er dem Datenschutz des chinesischen Herstellers nicht traut.
Nun suchen die sogenannten „TikToker*innen“ eine ähnliche, wenn nicht gleiche Alternative, um ihren aufgebauten Ruhm nicht zu verlieren. Und diese haben sie auch schon gefunden.

Der neue Star: Triller
Die neue App ist gar nicht so neu: Triller wurde schon 2015 im sonnigen Los Angeles gegründet.
Es ist TikTok sehr ähnlich, sowohl vom Design als auch von der Verwendung, da gibt es kaum einen Unterschied. Doch durch ein besonderes Feature hebt sich Triller ab: es ist super einfach Musikvideos und Clips zusammenzuschneiden, denn durch eine spezielle und sogar patentierte Technologie schneidet die App einzelne Clips von allein zusammen und nimmt den Nutzer*innen viel Arbeit ab, anders als sein Konkurrent. Aber TikTok versucht langsam diese Funktion zu übernehmen, weshalb ein Rechtsstreit zwischen den beiden Herstellern herrscht. Durch die Negativ-Schlagzeilen, die TikTok momentan bekommt, scheint Triller die ganze positive Aufmerksamkeit abzubekommen, denn in den App-Stores ist die Anwendung auf Platz 1 geschossen. Auch in Indien ist die App seit dem TikTok-Verbot die beliebteste Alternative.
Viele Stars und TikTok-Berühmtheiten sind mittlerweile auch schon zu Triller gewechselt und werben dafür, wie z. B. der brasilianischen Fußballer Neymar, The Weeknd, Marshmallo oder Snoop Dogg, um ein paar bekannte Namen zu nennen. Da Triller größtenteils eher musikalisch aufgebaut ist, finden sich gerade immer mehr Musiker*innen aus aller Welt auf der Plattform wieder.

Aktuell wurde das Verbot in den USA zwar abgelehnt, doch man weiß ja nie, was die Zukunft und der neu gewählte US-Präsident Biden noch mit sich bringen.
Und eine gute Alternative zu haben ist ja auch nicht so schlecht.

 

Quellen:
Dasding.de
Gofeminin.de

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Tipps

Let´s talk about cash, baby

Ein Thema über das oft mehr geschwiegen als gesprochen wird: das liebe Geld. Deshalb wollen wir zwei Aspekte mal genauer unter die Lupe nehmen. Was genau waren nochmal vermögenswirksame Leistungen? Und was kann man machen, wenn es in der Ausbildung auf dem Konto leer aussieht?

Wie VL Azubis weiterhelfen kann
Über die Hälfte der Azubis lassen monatlich die Gelegenheit verstreichen, zusätzlich zu ihrer normalen Ausbildungsvergütung, Geld vom Arbeitgeber zu bekommen. Kurz gesagt, weil sie oft nicht genug über vermögenswirksame Leistungen (VL) wissen. Bei der VL kann der Arbeitgeber einen gewissen Anteil (max. 40 €, mind. 6 €) zum Bruttolohn freiwillig dazu geben. Dieser wird aber nicht ausgezahlt, sondern direkt angelegt. Dafür schließt du einen Sparvertrag mit der Bank deines Vertrauens ab. Meist wird über sechs Jahre angespart, im siebten Jahr ruht das Geld. Je nach Vertragsart kannst du danach über das Angesparte frei verfügen, oder es erfolgt eine Auszahlung. Hier gibt es unterschiedliche Varianten, über die du dich im Vorfeld informieren solltest, wie einen Bausparvertrag oder Fondsparen mit Aktien und Wertpapieren. Hier gilt: rechtzeitig in der Personalabteilung nachfragen und einen Anspruch prüfen.

BAB?!
Ja, richtig gehört. Auch die Berufsausbildungsbeihilfe ist eine Möglichkeit für Azubis, den Geldbeutel etwas aufzubessern. Falls die Ausbildungsvergütung so niedrig ist, dass du dadurch nicht deinen eigenen Lebensunterhalt finanzieren kannst und somit nur eine geringe Grundversorgung gegeben ist, besteht die Möglichkeit, BAB zu beantragen.
Voraussetzungen dafür sind beispielsweise, dass dein Ausbildungsberuf offiziell anerkannt ist. Schulische Ausbildungen werden nicht unterstützt. Auch deine Wohnsituation ist hierfür entscheidend. Ziehst du für deine Ausbildung extra von zu Hause um, ist das ebenfalls ein Kriterium für den Anspruch für BAB. Denn der Weg zur Arbeit wäre von deinem Elternhaus zu lang. Zusätzlich musst du für die Kosten einer eigenen Wohnung aufkommen, wenn du umziehst. Der Höchstbetrag für BAB liegt bei rund 723 Euro je Monat (Stand August 2020). Du musst es nicht zurückzahlen und dein Ausbildungsgehalt wird natürlich von diesem Betrag abgezogen, sodass du die Differenz ausgezahlt bekommst. Bedenke, dass sich das BAB je nach Ausbildungsjahr neu berechnet.

Nebenjob in Ausbildung
Eine weitere Option kann auch die Ausübung eines Nebenjobs zusätzlich zu deiner eigentlichen Ausbildung sein. Typische Jobs sind z. B. in der Gastronomie oder im Einzelhandel. Besitzt du eine Trainerlizenz, darfst du Sportgruppen trainieren. Oder du kannst Schülernachhilfe geben. Solltest du die Zeit neben deiner Ausbildung dafür haben, kann das eine attraktive Zusatzbeschäftigung sein, die dir neue Berufserfahrungen geben kann. Sollte dies aber zu Stress führen, oder du merkst, dass du nicht mehr beides unter einen Hut bekommst, solltest du dir noch einmal Gedanken über deine Entscheidung machen.
Wichtig ist, dass der Nebenjob weniger Geld als dein Hauptberuf einbringt. Meist sind dies Jobs bis zu 450 Euro im Monat. Bedenke, dass du als Volljährige*r maximal 48 Stunden pro Woche arbeiten darfst. Ebenso entscheidend ist, dass der Nebenjob unbedingt bei deinem Chef bzw. deiner Chefin angemeldet ist. Sag also unbedingt Bescheid! Bei Einhaltung aller gesetzlichen Rahmenbedingungen steht einem Zuschuss für dein Konto also nichts mehr im Weg.

 

Quellen:
Sparkasse.de
Ausbildungsstellen.de
Azubi.de

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